Deserted Village, das verlassene Dorf, das man aus Heinrich Bölls "Irischem Tagebuch" kennt
Deserted Village, das verlassene Dorf, das man aus Heinrich Bölls "Irischem Tagebuch" kennt

Deserted Village


Fast übersieht das Auge

die grauen Steinskelette,

zerfallen und versunken,

entkleidet jeder Zier.

Doch längst noch nicht zurückerobert

von der hier spärlich wachsenden Natur,

erzählen diese Mauern,

die Enge jener Gassen

von Armut, Not und Tod.

Kein Dach, kein Holz,

nur Steine, nackt und bloß.

Von Gräsern überwuchert,

kaum gepflastert,

wohl auch versunken

im sumpfigen Morast,

nur Ahnung noch von Weg und Steg.

Vergangenes Leid lässt uns erschauern.

Bleischwere senkt sich bis ins Herz,

und hier erkennt man, wie man irrt,

spricht Wehmut von „der guten alten Zeit“.


© Barbara6491

Kommentar schreiben

Kommentare: 0
E-Mail: wunderkruke@gmx.at
Barbara6491Schwarz